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Das Perma Pure Feuchteteauscher Prinzip, auf Nafion®-Basis
für Messgastrockner und Messgasbefeuchter für die Gasanalytik
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Viele Gründe sprechen dafür, Messgase für die Analyse zu trocknen, sei es, dass die Betriebstemperatur des Analysators unter der Taupunkttemperatur des Messgases liegt oder daß die Messung selbst durch höhere Wasserkonzentrationen gestört wird. Klassische Messgastrockner wie zum Beispiel Kondensatkühler, Adsorptionstrockner oder Permeationstrockner verändern oft die Messgaszusammensetzung, indem die Messkomponente teilweise vom Kondensat ausgewaschen wird, mit dem Wasser adsorbiert wird oder mit dem Wasser permeiert.Aufbau einer Messgastrocknung mittels Perma Pure® Trocknern Bei der Gastrocknung mittels PermaPure® wird Wasser von einem gasförmigen Medium (i.d.R. Messgas) auf ein anderes gasförmiges Medium (i.d.R. Trocknungs- oder Spülgas) übertragen. Beide Medien werden dabei durch die für Wasserdampf – nicht jedoch für die meisten anderen Gase – durchlässige Nafion®-Membran getrennt. Insofern handelt es sich bei den Perma-Pure-Trocknern im engeren Wortsinne weniger um einen “Trockner”, denn um einen Feuchtetauscher, wobei das funktionierende Trocknungssystem neben dem Feuchtetauscher zusätzlich den Trocknungsgasfluss erfordert. Auch hierin zeigt sich die Analogie zum Wärmetauscher, anhand dessen sich Wirkungsweise und parametrische Abhängigkeiten des Trocknungsvorganges am einfachsten nachvollziehen lassen. Wie der Wärmetransport einen Temperaturgradienten, so setzt der Stofftransport über die Nafion®-Membran einenWasserdampfpartialdruckgradienten zwischen beiden Medien voraus. Um überhaupt trocknen zu können, muss also ein Gas mit niedrigerem Wasserdampfpartialdruck PH2O als Spülgas angeboten werden. Dieser Wert ist umso niedriger, je niedriger der Wasserdampfgehalt bzw. je niedriger der Gesamtdruck ist.Man muss also nicht notwendigerweise mit einem trockenen Gas trocken, man kann auch bei gleichem Feuchtegehalt den Druck reduzieren. Mit der auszutauschenden Mengeerhöht sich die Austauschfläche und man geht von Doppelrohr auf Rohrbündelsystem über. Analog führt man PermaPure® Trockner für kleine Durchflüsse als als Doppelrohrfeuchtetauscher (Typenreihe MD,) aus, erhöht mit zunehmendem Gasfluss zunächst den Durchmesser des Nafion-Schlauches bzw. der Länge und damit automatisch auch die für die Stoffübertragung zur Verfügung stehende Membranfläche und geht bei noch größere Gasflüsse letztlich auf Rohrbündelfeuchtetauscher (Typenreihe PD bzw. FC) über. In beschränktemUmfang kann man mit einem nackten Nafion®-Rohr auch gegen die Umgebungsluft trocknen. Die Endfeuchte des Messgases ist kein konstanter Wert, sondern hängt neben dem verwendeten Trockner-Modell von der Eingangsfeuchte des Messgases, von der Restfeuchte des Trocknungsgases am Eintritt in den Trockner und vom Verhältnis der beiden Gasflüsse ab. Der Spülgasfluss muss mindestens so groß gewählt werden, dass er die vom Messgas abgegebene Feuchte auch aufnehmen Als Anhaltswert gilt bei vergleichbaren Drücken für den Spülgasfluss das Doppelte des Messgasflusses. Darüberhinaus gibt es bei PermaPure® Trocknungssystem noch zwei weitere Dinge zu beachten.
Chemismus des Wassertransportes durch die Nafion® Membran Nafion® absorbiert spontan Wasser aus der gasförmigen Phase. Jede Sulfonsäuregruppe umgibt sich mit maximal 13 Wassermolekülen. Die Sulfonsäuregruppen bilden innerhalb des Polymers Ionenkanäle, durch die Wassermoleküle transportiert werden können. Wenn Wasser eine an der Außenseite der Nafion®-Membran befindliche Sulfonsäuregruppe berührt, wird es momentan von der Gruppe gebunden. Weitere Sulfonsäuregruppen, die sich im Inneren der Wand befinden, haben jetzt, da sie noch kein Wasser gebunden haben, eine höhere Affinität zum Wasser. Das Wasser wird konsequenterweise durch die Ionenkanäle transportiert, bis die andere Wandungsseite erreicht und die Nafion®-Wand gesättigt ist. Dieser Transport erfolgt schnell. Befindet sich in der Umgebung der Nafion®-Wand eine geringere Wasserkonzentration als in der Nafion®-Membrane, dann “verdampft” das Wasser wieder in die Atmosphäre und zwar so lange, bis der Konzentrationsunterschied der Atmosphären zwischen beiden Wandseiten abgebaut ist. Der Wassertransport erfolgt immer in die Richtung der geringeren Wasserdampfkonzentration. Für die kontinierliche Trocknung von Gasen wird das Nafion® als Rohr extrudiert. Ein Nafion®-Rohr oder ein Bündel von Nafion®-Rohren ist von einem Gehäuse umgeben und kann so mit einem Trockengas im Gegenstrom beströmt werden. Dadurch wird kontinuierlich ein Wasser – Partialdruckgefälle aufrecht erhalten. Temperatur- und Druckeinflüsse, Werkstoffeigenschaften Die Menge des Restwassers in der Nafion®-Wand ist sehr temperaturabhängig. Bei höherer Temperatur wird das Wasser von der Wandung stärker zurückgehalten als bei niedrigerer und kann demzufolge nicht an das Trockengas abgegeben werden. Die Wasserkonzentration im Inneren der Nafion®-Wand korrespondiert zu der Wasserkonzentration in der Atmosphäre außerhalb des Nafions®. Erreicht nun der Wasserkonzentrationwert im feuchten Probengas den Wasserkonzentrationswert in der Nafion®-Wand, dann stagniert die Trocknung. Die verbleibende Konzentration an Wasser im Nafion® bei der entsprechenden Betriebstemperatur stellt somit eine theoretische Grenze dar, wie weit ein Probengas prinzipiell nur getrocknet werden kann. In der Praxis stellt es sich als schwierig heraus, diese Grenztaupunkte auch zu erreichen. Taupunkte unter -20°C sind bereis schwer zu realisieren. Bei Raumtemperatur (20°C) entspricht das im Nafion® verbleibende Restwasser theoretisch einem Wassertaupunkt im Gas von -45 °C. Das bedeutet, dass bei Raumtemperatur der Taupunkt maximal auf -45 °C reduziert werden kann. Bei höherer Temperatur findet annähernd eine Parallelverschiebung des minimalen Taupunkts statt, dh. eine Trocknertemperatur von 60 °C korrespondiert mit einem minimalen Taupunkt von -5 °C. Da Kondensation durch Taupunktunterschreitung keinesfalls auftreten darf müssen: Perma Pure Trockner bei Gasen höherer Feuchte beheizt betrieben werden. Die Beheizung eines Trockner sollte so ausgeführt werden, dass sich über die Länge des Trockners ein Temperaturgradient ergibt, damit eine optimale Trocknung erreicht wird. Optimal wäre eine Konfiguration, bei der an jeder Stelle des Trockners die Temperatur knapp über dem Taupunkt des Probengases liegt. Der Druck hat, abgesehen von dessen Einfluß auf die Wasserdampf-Partialdrücke, keinen wesentlichen Einfluß auf die Trocknung. Der Berstdruck des Nafion®-Rohrs liegt mit 13 bar weitaus höher als der maximale Betriebsdruck abhängig vom Trocknertyp von ca. 3 – 10 bar (absolut). Nafion® ist extrem korrosionsfest. Bei den Anwendungstemperaturen und in der Gasphase gibt es kaum bekannte Substanzen, die Nafion® angreifen. Begrenzt wird die Anwendung durch die Werkstoffe des Trocknergehäuses (Edelstahl, PTFE, PVDF oder Polypropylen) und der Dichtungen (Fluorkautschuk FPM). Die Selektivität der Trocknung
Zusätzlich können organische Komponenten, die hydratisieren oder durch die saure Katalyse des Nafions® (Nafion® ist eine starke Säure) sich in Alkohole oder Enole umwandeln (Aldehyde, Ketone) ebenfalls durch das Nafion® transportiert werden. Obwohl Nafion® nicht nur Wasser transportiert, ist die Selektivität der Trocknung mit Nafion® im Vergleich zu anderen Trocknungsarten allerdings weitaus besser.
Typische Installationen Steht kein Trockengas zur Verfügung, so kann ein Teilstrom des getrockneten Probengases abgezweigt und als Trockengas verwendet werden. Um eine Wasserpartialdruckdifferenz aufzubauen, muss das so gewonnene Spülgas mit einer Pumpe im Unterdruck durch den Spülgasraum geströmt werden. Das Verhältnis der beiden (Absolut-) Drücke definiert, das Trocknungspotential.
Wartung von Perma Pure Nafion® Trocknern Weitere Anwendungen |